Pfingstrosen und Strauße – Bauernverband Salzland e. V. im Gespräch mit Landrat Bauer vor Ort

Das Angebot des Landrates Markus Bauer zu einem Gespräch nutzten gern mehr als 20 Mitglieder des Bauernverbandes Salzland e.V. (BV), verbunden mit einer Besichtigung des Pfingstrosengartens des Landwirtschaftsbetriebes Wolfgang Gießler in Groß Rosenburg. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des BV Matthias Saudhof und Betriebsleiter Wolfgang Gießler besichtigten die Teilnehmer den beeindruckenden Pfingstrosengarten, stellten viele Fragen und führten anregende Gespräche. Auf ca. 1 Hektar Kulturflächen werden ca.300 Sorten Pfingstrosen(Päonien) kultiviert und vermehrt. Der Standort Groß Rosenburg im Elbe-Saale- Winkel garantiert klimatisch hart gezogene Pflanzen. Das Sortiment umfasst Strauch- und Staudenpäonien sowie Hybriden. Vom Baumschuler und Gartenbauingenieur zum Päonienexperten hat sich Wolfgang Gießler (geb.57) dank langjähriger Erfahrungen ein recht erfolgreiches Vermehrungsverfahren (anders als herkömmliche Techniken) für wuchsfreudigere Pflanzen entwickelt. Im Familienbetrieb um Wolfgang Gießler, seine Frau Angelika sowie Tochter und Sohn werden die Pflanzen im Continentalklima abgehärtet und auf ihre Sortenechtheit (Qualitätsstandards) geprüft. Während der Hauptblütezeit von Mai bis Juni kann der Pfingstrosengarten besucht und Pflanzen ausgesucht werden (www.giessler-paeonien.de).
Auf der Straußenfarm von Norman Schnitzendöbel in Klein Rosenburg fand anschließend das Gespräch mit dem Landrat Markus Bauer im gemütlichen Beisammensein statt. Auf zwei Hektar Weideland werden die afrikanischen Laufvögel (ca. 80 Tiere) gleich hinter dem Saaledeich artgerecht gehalten. Ihr Fleisch ist sehr fettarm und gilt daher als besonders gesund. Die Führungen sind sehr informativ (www.straußenfarm-klein-rosenburg.de).
Wichtige Themen im gemeinsamen Gespräch mit dem Landrat wurden zunächst von der Geschäftsführerin des BV, Susanne Brandt, (Milchkrise, Markterwartungen, Düngeverordnung, Naturschutz, Kulturlandstiftung u.a.) angesprochen. Zu beabsichtigten Infrastrukturmaßnahmen (Ortsumgehung Barby, Autohof Brumby, Abwasserrohrleitung Staßfurt zur Elbe) hinsichtlich des Flächenentzuges, ebenso zu Gewebeflächen erfolgte ein reger Informationsaustausch. Über den weiteren erfolgreichen Vertrieb der Salzlandkiste (inzwischen wurden über 1.500 Kisten verkauft) und des Einstiegs neuer Produktanbieter zur Erweiterung der Produktpalette sah sich Landrat Bauer in seinen Bemühungen bestätigt.
Resümierend waren sich die Teilnehmer hinsichtlich Nützlichkeit sowie des Erfahrungsaustausches in solchen Gesprächsrunden einig.